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Am Tisch sitzende Frau vor LaptopIcon Video abspielen
Foto: Christin Hume (Unsplash)

Die einen laufen im Trubel erst so richtig zu Höchstform auf, die anderen brauchen eine ruhige Umgebung. Als Solo-Selbstständige:r oder Freelancer:in kannst du dir deinen Arbeitsort häufig aussuchen. Gut zu wissen also, welcher am besten zu deinen Bedürfnissen passt.

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Das Homeoffice

Wortwörtlich am naheliegendsten ist das Büro zu Hause. Hier kann das Kind mal eben zum Sport gebracht oder zwischendurch Wäsche gewaschen werden. Für die einen eine super Möglichkeit, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, für die anderen die Hölle. Zum Beispiel weil ständig jemand was von dir will oder weil du dich selbst permanent ablenkst, irgendwas ist schließlich immer zu tun.

Für alle, die zum Prokrastinieren neigen, ist das Homeoffice somit weniger ideal. Genauso wie für diejenigen, die regelmäßig Kunden empfangen. Für alle anderen jedoch bietet das Büro zu Hause viele Vorteile, vorausgesetzt es ist genug Platz da, um die Wohnung gewerblich zu nutzen. Wenn du dagegen in der Küche arbeitest, während dort gekocht und gespielt wird, sind Streitereien vorprogrammiert.

Im Gegensatz dazu bietet ein Arbeitszimmer, das du im Übrigen häufig steuerlich absetzen kannst, mitunter große Freiheit: Du allein bestimmst, wie es hier aussieht, wie laut es ist oder auch wann gelüftet wird. Und keine:r stört dich mit endlosen Telefongesprächen.

Diese Freiheit stellt sich aber nicht unbedingt von allein ein. Feste Arbeitszeiten und ein Zeichen an der Tür können hier helfen, ungestört zu bleiben. Die Bedeutung von Strukturen weist auf eine weitere Homeoffice-Herausforderung hin: Das Arbeiten zu Hause kann dazu verführen, sich zum Beispiel auch spätabends noch mal an den Rechner zu setzen.

Der Coworking-Space

Wenn Begegnungen mit anderen dir Impulse geben für deine Arbeit und du in einer lebendigen Umgebung besonders kreativ bist, dann ist vielleicht der Coworking-Space genau das Richtige für dich.

Hier triffst du Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen und Berufen. Genauso verschieden sind die Orte, an denen sie zusammenkommen: Einen Arbeitsplatz in einem Coworking-Space zu haben, kann bedeuten, an einem großen Tisch mit anderen zu sitzen oder an einem eigenen den Laptop aufzuklappen. Vielleicht mietest du auch einen Platz auf einem Sofa oder aber einen ganzen Büroraum. Vielleicht arbeitest du jahrelang in einem Coworking-Space in deinem Heimatort – und suchst dir zum Arbeiten auf Reisen für ein paar Stunden einen anderen.

Ein Coworking-Arbeitsplatz kann wenig kosten oder viel, je nach Ausstattung. Manche Coworking-Spaces haben Café-Lounge, Tischtennisplatte und Dachterrasse, andere bestehen nur aus Schreibtischen und Trennwänden dazwischen. Anything goes.

Gemeinsam ist all diesen Orten die Idee der Community, die Arbeit und Freizeit miteinander verknüpfen möchte, um dadurch Energie und Kreativität freizusetzen. Das bedeutet auch ein Grundrauschen – Leute kommen mit Essen rein, telefonieren, halten spontan eine Konferenz ab. Und es bedeutet, dass vielleicht weniger gelüftet wird, als dir lieb ist, oder aber mehr. Das alles sollte dich nicht irritieren. Auch dann allerdings ist dieser quirlige Ort für dich eher ungeeignet, wenn vertrauliche Gespräche mit Kund:innen zu deiner Arbeit zählen.

Das Büro

Als Fan einer ruhigen Arbeitsumgebung kann auch das Büro die beste Wahl sein. Zum Beispiel wenn ein Arbeitsweg dir hilft, Arbeit und Freizeit voneinander zu trennen oder du auf dem Weg oft gute Ideen hast. Oder wenn zu Hause schlicht zu viel los ist. Ein Büro bietet dir die Freiheit, die Arbeitsumgebung nach deinen Wünschen zu gestalten, und zugleich mehr Austausch mit anderen als das Homeoffice.

Beim Kaffeeholen triffst du vielleicht eine:n Kolleg:in, vielleicht ist aber auch niemand da außer dir. Das Büro ist in der Regel allerdings die teuerste Alternative, und du musst einen Mietvertrag unterschreiben, durch den du dich zumindest für eine gewisse Zeit auf diesen Arbeitsort festlegst. Günstiger – und quirliger – wird es, wenn du dir das Büro mit einer weiteren Person oder mehreren teilst. Damit einher geht dann aber auch ein geringerer Gestaltungsspielraum.  

Das Café als Arbeitsort

Einige Freelancer:innen schwören auf das Café als perfekten Arbeitsplatz. Bei frisch gebrühtem Kaffee kannst du hier in entspannter Atmosphäre in die Tasten hauen. Vorausgesetzt natürlich, du hast dir einen geeigneten Laden ausgesucht – einen mit kostenlosem WLAN, genügend Steckdosen und Tischen, die nicht zu eng stehen.

Die anderen Gäste bieten Abwechslung und geben dir Impulse. Fürs Telefonieren eignet sich dieser Ort allerdings weniger. Außerdem stellt sich beispielsweise die Frage, was du mit deinem Laptop machst, wenn du auf die Toilette musst. Stehenlassen, mitnehmen oder eine:n der anderen Gäste bitten, darauf zu achten? Als Ausweichmöglichkeit vom Homeoffice kann das Café aber nichtsdestotrotz die ideale Ergänzung sein.

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