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Welche Schritte sind für das Erstellen einer Webseite wichtig? Welche rechtlichen Aspekte musst du dabei beachten? Kannst du die Webseite selbst erstellen oder solltest du diese Aufgabe lieber an eine Agentur auslagern? Alle diese Fragen und mehr stellst du dir als Solo-Selbstständige:r, wenn du dir deine eigene Webseite bauen willst. Wir liefern dir hier eine umfassende Anleitung zum Thema Homepage erstellen!

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Webseite erstellen Schritt für Schritt erklärt

Auch wenn du nur über wenig technisches Wissen verfügst, kannst du deine eigene Homepage ganz einfach selbst erstellen. Beim Gestalten einer Webseite kannst du nach einem klaren System vorgehen. Wie genau dieses Projekt abläuft und welche Möglichkeiten du hast, erklären wir dir hier Schritt für Schritt. Doch findest du zunächst einen Überblick über die wichtigsten Begriffe.

Denn Achtung: „Website“, „Webseite“ und „Homepage“ bezeichnen keinesfalls das Gleiche!

Die Bedeutung dieser Begriffe solltest du kennen:

Begriff
Bedeutung
Website
Die gesamten Inhalte auf deiner Domain
Webseite
Unterseite deiner Website
(z. B. https://www.lexfree.de/steuern-finanzamt)
Homepage
Startseite deiner Website
URL
Internetadresse, die im Browser angezeigt wird
(z.B. https://www.lexfree.de/)
Domain
Weltweit eindeutiger Name deiner Website
(fett markierter Teil von https://www.lexfree.de/)
Blog
Website, auf der du Beiträge veröffentlichen kannst, oft auch Teil einer Website

Schritt 1: Welche Art von Website soll es sein?

Website ist nicht gleich Website! Bevor du mit dem Erstellen deiner Internetseite loslegst, solltest du dir zunächst überlegen, welche Art es sein soll. Es gibt vier verschiedene Arten:

1. Homepage

Diese Website wird auch One-Page-Website genannt. Sie besteht aus einer einzigen Seite, der Homepage. Hier bündelst du alle Informationen – auch rechtliche Pflichtinformationen wie Impressum und Datenschutzerklärung.

2. Einfache Website

Diese Art von Website schließt neben der Homepage auch Unterseiten wie z. B. ein Kontaktformular, eine Stellenbörse oder eine Bildergalerie ein. Diese Art von Website ist für dich die richtige, wenn du online Kund:innen gewinnen willst, aber deine Dienstleistungen oder Produkte offline anbietest.

3. Vielschichtige Website

Willst du mit deiner Website Geld verdienen und online Produkte verkaufen, ist dies die richtige Option für dich. Sie beinhaltet einige technische Funktionen, die eine Datenbank erfordern. Auch die Gestaltung ist etwas umfangreicher als bei einer einfachen Website. Beinhaltete Funktionen können sein:

  • Kundenbereich
  • Online-Shop mit Bezahlfunktion
  • Newsletter
  • Mehrsprachigkeit
  • Forum

4. Blog

Mit Hilfe eines Blogs kannst du deine Sichtbarkeit im Netz zusätzlich erhöhen und so besser auf deine Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam machen. Ein Blog kann als Website für sich allein stehen oder als Unterseite bzw. Unter-Verzeichnis zu dieser fungieren.

Schritt 2: Womit willst du deine Website erstellen?

Heutzutage sind drei Methoden die gängigsten, wenn es darum geht, die eigene Webseite zu designen:

  1. Webbaukasten
  2. WordPress
  3. Selbst programmierte Website

Die eigene Website per HTML zu erstellen und selbst zu programmieren, setzt tiefgreifende Programmierkenntnisse voraus und ist demnach nichts für Anfänger:innen.

Achtung

Wenn du dir unter Begriffen aus der Programmiersprache wie JavaScript, CSS oder PHP rein gar nichts vorstellen kannst, dann ist die Methode, deine Website selbst zu programmieren, nicht die richtige für dich.

Aber auch mit den ersten beiden Optionen hast du die Möglichkeit, einen professionellen Internetauftritt zu bekommen. Du benötigst nur dann erweitertes technisches Wissen, wenn du dich bei der Erstellung deiner Website für das Programmieren entschieden hast.

Webseite erstellen mit einem Homepage-Baukasten

Greifst du bei der Erstellung deiner Homepage auf einen Baukasten zurück, hast du die einfachste und schnellste Methode gewählt.
Ein Beispiel für einen Anbieter eines Website-Baukastens ist Wix.de, mit dem du sogar deine Website kostenlos erstellen kannst. Neben diesem gibt es mittlerweile viele weitere auf dem Markt, alle mit den unterschiedlichsten Funktionen und Varianten.

Wenn du einen Onlineshop erstellen möchtest, um dort Produkte zu verkaufen, kannst du dies auch mit einem Homepage-Baukasten tun. Soll der Online-Shop größer und komplexer aufgebaut sein, überschreitet dies jedoch die Möglichkeiten dieser Variante. Dann brauchst du ein geeignetes Shopsystem.

Vielleicht möchtest du deine Website außerdem in weiteren Sprachen als nur auf Deutsch online stellen. Auch der Aufbau einer mehrsprachigen Website ist kein Problem mit einem Homepage-Baukasten, allerdings nicht in der kostenlosen Version. Meistens kannst du deine Website in zwei bis drei Sprachen zur Verfügung stellen, wenn du eine kostenpflichtige Premium-Version buchst.

Die Vor- und Nachteile, eine Webseite mittels eines Homepage-Baukastens zu erstellen, haben wir dir in der Übersicht aufgelistet:

Vorteile
Nachteile
  • Templates als Vorlagen
  • Bearbeiten im Browser
  • Intuitive Bedienung
  • Änderungen per Drag & Drop
  • Keine Programmierkenntnisse erforderlich
  • Kostenlose Basisversion mit vielen Funktionen
  • Apps für Erweiterungen der Website
  • Support in Premium-Version
  • Domain inbegriffen
  • Erstellung eines kleinen Online-Shops in Premium-Version möglich
  • Ungeeignet für komplexe Website
  • Abhängigkeit vom Anbieter
  • Keine Portabilität (z. B. Importieren deiner Website nach WordPress)
  • Unschöne URL in kostenloser Version
  • Umfangreiche Webshop-Erstellung nicht möglich

WordPress Website erstellen

Erstellst du deine Website mit dem Programm WordPress selbst, bist du um einiges flexibler als mit einem Homepage-Baukasten.
Bei WordPress handelt es sich um eine kostenfreie Open-Source-Software, die mittlerweile weltweit erfolgreich genutzt wird.

Vorteile
Nachteile
  • Aktuell über 7.200 kostenlose Themes zur Auswahl
  • Erweiterung mit Plugins möglich
  • Kontrolle über die eigenen Daten
  • Mit Programmierkenntnissen kann Website individuell gestaltet werden
  • Viele Tutorials im Internet zu diversen Problemen
  • Große Flexibilität
  • Zusatzkosten für Plugins oder Themes
  • Höhere Einarbeitungszeit, da komplexerer Aufbau
  • Höherer Administrationsaufwand (Website muss eigenständig auf dem neuesten Stand gehalten werden)
  • Ggf. zu komplex für Anfänger:innen
Für welche Version – Homepage-Baukasten oder Open-Source-Software – du dich letztendlich entscheidest, um deine Website zu erstellen, hängt von ab, welche Funktionen du benötigst.

Schritt 3: Wähle die passende Domain

Mit deiner Domain legst du die Adresse fest, mit der du im Internet zu finden sein wirst (im Beispiel fett markiert: https://musterfirma.de).

Tipp

Wenn du eine Firmenwebsite erstellst, solltest du bei Homepage-Baukästen immer ein Premium-Abo abschließen, damit du deine Domain frei wählen kannst. In den kostenfreien Versionen steht dir nur eine Subdomain zur Verfügung. Bei Wix beispielsweise sähe dies folgendermaßen aus: https://musterfirma.wixsite.com/musterfirma

Es ist daher ratsam, keine kostenlose Webseite zu erstellen. Für eine berufliche Website wirkt diese Art von Domain äußerst unprofessionell und zieht keine Kund:innen an.

Der Domain-Name

Bei der Wahl deines Domain-Namens solltest du folgende Aspekte bedenken:

  1. Kurzer Name
  2. Umlaute vermeiden
  3. Keine Markenrechte verletzen
  4. Komplizierte Schreibweise vermeiden

Gerade für Solo-Selbstständige oder Freiberufler:innen bietet sich an, den eigenen Namen als Domain zu wählen. So kannst du dich als Marke aufbauen und deine Expertise in den Vordergrund stellen.

Die Domain-Endung

Richtet sich deine Website an deutsche Kund:innen und Besucher:innen, genießen Domains mit einer .de-Endung immer noch das größte Vertrauen.

Domains mit der Endung .com bieten sich an, wenn du eine mehrsprachige Website aufbauen und Kund:innen im Ausland ansprechen willst.

Sollten beide Endungen für deinen Domain-Namen bereits vergeben sein, hättest du noch die Möglichkeit, auf .net oder .eu zurückzugreifen.
Die alternative Lösung wäre, dass du dir einen Namen aussuchst, für den noch eine .de oder .com-Domain verfügbar ist.

Der Domain-Check

Um die Verfügbarkeit deiner Wunsch-Domain zu prüfen, stehen dir im Internet viele kostenlose Tools zur Verfügung. Damit kannst du dir ganz einfach anzeigen lassen, welche Namen und Endungen noch nicht vergeben sind, ein Beispiel wäre denic.de.

Die Domain-Registrierung

Du hast dich auf einen Namen festgelegt und deine Wunsch-Domain ist noch verfügbar? Perfekt, dann musst du sie nur noch registrieren!

Du registrierst deine Domain in den meisten Fällen bei dem Anbieter, bei dem du deine Webseite erstellen möchtest. Du könntest die Domain auch über eine Drittanbieter anmelden und im Nachhinein mit dem Anbieter deiner Website verbinden. Die erste Variante ist jedoch die unkompliziertere, gerade wenn du das erste Mal eine eigene Website erstellst.

Schritt 4: Los geht’s mit der Erstellung deiner Website

Wenn du alle bisherigen Schritte mit einem Haken versehen kannst, dann geht es weiter mit dem Webdesign!

Tipp

Erstelle dir einen Kunden-Avatar!

Um die Inhalte und das Design deiner Website optimal auf deine Zielgruppe zuschneiden zu können, kannst du dir einen „Wunschkunden“ (oder auch Customer Avatar) erstellen.Hier kannst du Aspekte berücksichtigen wie:

  • Willst du Kund:innen eines bestimmten Alters oder Geschlechts ansprechen?
  • Welchen Beruf üben deine Kund:innen hauptsächlich aus?
  • Mit welchen Problemen und Fragen richten sich die Kund:innen an dich?
  • Welche Informations-Kanäle nutzt deine Kund:innen (Zeitschriften, Social Media o. ä.)?

Die Website-Struktur

Als nächsten Schritt überlegst du dir, wie deine Website aufgebaut sein soll. In dieser Phase kannst du dich auch von anderen Websites inspirieren lassen, beispielsweise von deinen Mitbewerber:innen oder Personen, die ähnliche Dienstleistungen oder Produkte anbieten.

Außerdem solltest du dir überlegen, welche Webseiten, also Unterseiten neben der Startseite, es geben soll. Der Inhalte (auch: Content) ist hier besonders wichtig, damit du im Netz schnell gefunden wirst: Stichwort SEO (Search-Engine-Optimization).

Folgende Seiten solltest du auf jeden Fall aufbauen:

  1. Homepage/Startseite: Hier erhalten Nutzer einen ersten Überblick über Inhalte deiner Website, über dich oder dein Unternehmen. Wenn du einen Blog schreibst, kannst du auch hier schon darauf verweisen.
  2. Über mich: Hier stellst du dich genauer vor. Was sind deine Werte und deine Vision? Wie ist deine Geschichte? Warum sollten Kund:innen gerade auf dich zukommen?
  3. Kontakt: Über diese Seite können dich potenzielle Kund:innen kontaktieren. Sie sollte deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse enthalten. Für Kund:innen ist es außerdem hilfreich, wenn du direkt ein Kontaktformular einbindest.
  4. Impressum: Da in Deutschland Impressumspflicht besteht, musst du auf deiner Website deinen Namen, deine Adresse und Kontaktdaten für Besucher:innen zur Verfügung stellen.
  5. Datenschutzerklärung: Gemäß der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) ist auch diese Erklärung Pflicht für deine Website. Eine Datenschutzerklärung kannst du mit einem Online-Tool automatisch erstellen lassen.
  6. AGB: Ggf. kannst du auch deine AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) online stellen, damit sich potenzielle Kund:innen direkt auf deiner Website darüber informieren können. Wenn du nur Dienstleistungen anbietest, benötigst du keine AGB.

Das Website-Design

Das Design deiner Website ist genauso wichtig wie der Inhalt! Denn wenn sie nicht optisch ansprechend gestaltet und modern ist, zieht dies genauso wenig Kund:innen an wie schlecht geschriebene Texte.

Hier ein paar Tipps von uns zum Design deiner Website:

  • Website auf allen Endgeräten lesbar machen: In verschiedenen Browsern und Geräten wie PC, Handy oder Tablet.
  • Schriftgröße und Zeilenabstand lesefreundlich wählen: Am besten sind Schriftgrößen von mindestens 16 px und ein Zeilenabstand von 1,5.
  • Bilder einfügen: Am besten fügst du auf jeder Seite Bilder ein, insbesondere wenn eine Seite viel Text enthält.
  • Sätze nicht zu lang machen: Vermeide lange Sätze und Schachtelsätze, da dies das Lesen für den Benutzer erschwert.
  • Logo verwenden: Wenn du dir ein Logo erstellst oder kreieren lässt, wirkt dein Internetauftritt deutlich professioneller.
  • Verlinkung auf Social-Media-Kanäle: Du bist in den sozialen Medien unterwegs und vermarktest dich und deine Dienstleistungen dort? Dann hilf, deinen Kund:innen dich schnell auf zu Facebook, LinkedIN und Co. zu finden. Dies schaffst du, indem du deine sozialen Profile auf deiner Website verlinkst.

Fallen nach der Erstellung der Webseite noch weitere Kosten an?

Ist deine Website fertig erstellt, fallen im Anschluss laufende Kosten an. Insbesondere, wenn du dich für einen professionellen Internetauftritt entschieden hast. Zu den Kosten zählen der Preis für die registrierte Domain und das Hosting-Paket z. B. des Anbieters eines Homepage-Baukastens.

Tipp

Damit du langfristig Erfolg mit deiner Website erzielen kannst, raten wir dir, diese Kosten in Kauf zu nehmen.Denn je professioneller dein Internetauftritt ist, desto besser kannst du Kund:innen akquirieren!

Alternative: Eine professionelle Website erstellen lassen

Alternativ kannst du dir auch von einer Agentur deine Webseite professionell erstellen lassen. Gründe dafür gibt es viele, gerade wenn du dir nicht zutraust, deine Website auf eigene Faust zu erstellen.

Wie lange dauert es, sich eine Homepage erstellen zu lassen?

Die Dauer der Erstellung ist abhängig vom Umfang deiner Website und der Auslastung der Agentur, der du den Auftrag erteilst. Deine Website kann in wenigen Wochen fertig sein, es kann aber auch mehrere Monate dauern.

Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich meine Webseite erstellen lasse?

Auch darauf gibt es keine pauschale Antwort, sondern es ist ebenfalls abhängig vom Umfang deiner Website. Soll sie einen Online-Shop beinhalten? Müssen Texte neu geschrieben werden? Muss ein Logo entworfen werden? All dies sowie weitere Aspekte spielen eine Rolle bei den Kosten, die für dich entstehen.

Eine günstige Website erstellen zu lassen ist immer möglich, wenn du ein kleines Budget hast. Dann musst du jedoch auch Abstriche bei manchen Aspekten machen oder selbst mehr Aufwand betreiben.

Was muss ich selbst tun, wenn ich mir von einer Agentur eine Webseite erstellen lasse?

Du kannst mit Agenturen verschiedene Absprachen treffen in Bezug auf Punkte, die du selbst liefern musst. Das reicht von der Registrierung der Domain bis hin zu den Texten der Website. Entweder die Agentur übernimmt dies oder du erledigst es selbst. Es kommt natürlich auch immer auf dein Budget an, das du zur Verfügung hast. Ist dieses etwas höher, kannst du auch das komplette Management der Website an eine Agentur abgeben.

Zusammenfassung

Website erstellen zusammengefasst

  • Website, Webseite und Homepage sind Begriffe, die sich voneinander unterscheiden.
  • Es gibt verschiedene Arten von Websites: die Homepage, die einfache Website und die komplexe Website – optional mit Online-Shop.
  • Du kannst deine Website individuell programmieren oder sie mit einem Homepage-Baukasten bzw. einer Open-Source Software wie WordPress erstellen.
  • Nutzt du einen Baukasten, erstellst du am besten keine kostenlose Website-Version, sondern entscheidest dich für die Premium-Version. So wirkt deine Website professioneller.
  • Bei der Wahl der Domain musst du einige wichtige Aspekte berücksichtigen.
  • Jede Website sollte Unterseiten mit wichtigen Informationen enthalten, wie z. B. Über mich, Kontakt, Impressum oder Datenschutzerklärung.
  • Auch beim Design musst du einiges berücksichtigen, damit die Besucher:innen sich gut zurechtfinden und am Ende auch kaufen.
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