Themen
Auf Zaun stehende Frau, die ins Tal blicktIcon Video abspielen
Foto: Michael Rosner-Hyman (Unsplash)

Es gibt Situationen im Leben, da geht einfach nichts mehr. Kein Handschlag, kein klarer Gedanke, kein sinnvolles Gespräch. An Arbeit ist nicht zu denken. Die Wahrscheinlichkeit, solche persönlichen Krisen zu durchleben, ist hoch. Sogar sehr hoch. Es lohnt sich also, dir ein paar Gedanken darüber zu machen.

Jetzt abspielen

Was ist mit persönlichen Krisen gemeint?

Mit dem Wort Krise meine ich deutlich mehr als „Bad-Hair-Days“, emotionale Verstimmtheit oder ein paar fiebrige Tage. Gemeint ist eine schlimme Trennung. Der Verlust einer geliebten Person. Eine schwere Krankheit. Situationen, in denen das Leben für einen Moment – oder auch länger – stillsteht. In denen nichts mehr geht, sich nichts mehr bewegt, auch du selbst dich nicht. Verbunden mit der Unfähigkeit zu handeln. Oder auch nur klar zu denken.  

Solche persönlichen Krisen melden sich nicht an. Sie ereignen sich einfach. Und sind sie erst mal da, ist meist keine Kapazität mehr für die Entwicklung sinnvoller Maßnahmen oder Lösungen. Es ergibt also Sinn, das vorher zu tun.

Wie kann ich mich auf so eine Krise vorbereiten?

Auf emotionale Krisen kannst du dich inhaltlich natürlich nicht vorbereiten. Das trifft dich wie ein Vorschlaghammer. Punkt. Das gleiche gilt für Krankheit. Das Einzige, worauf du dich vorbereiten kannst, ist das Drumherum. Du kannst dafür sorgen, dass auch bei der schwersten Erschütterung deiner gesundheitlichen und/oder emotionalen Grundfeste das funktionelle Gerüst stehen bleibt. Notstrom, sozusagen.

Finanzielle Absicherung

Als Solo-Selbständige:r lautet die harte Realität: Wer nicht arbeitet, verdient auch kein Geld. Schlimmstenfalls katapultiert der Arbeitsausfall durch eine persönliche Krise dich direkt in die nächste Krise – die finanzielle. Damit das nicht passiert oder dich wenigstens nicht mit voller Härte trifft, solltest du einige einfache Vorkehrungen treffen.

Rücklagen  

Ja, ich weiß: Unwort des Jahrhunderts. Aber es gehört nun mal auf die Liste. Wenn du kannst, leg Geld für Zeiten zurück, in denen du – aus welchen Gründen auch immer – nicht arbeiten und kein Geld verdienen kannst. Die Rücklagen sollten so hoch sein, dass sie für einige Monate ausreichen.  

Kranken(tage)geld

Je nachdem, wie du krankenversichert bist (freiwillig in der gesetzlichen oder privat), kannst du Krankengeld beziehen. In der gesetzlichen Krankenversicherung geht das so: Du gibst eine sogenannte Wahlerklärung ab, zahlst etwas höhere Beiträge und erhältst ab dem 43. Tag der Krankschreibung einen Lohnausgleich. Die Höhe des Krankengeldes richtet sich nach deinem Verdienst, ist allerdings gedeckelt und beträgt (2022) maximal 112,88 Euro pro Tag. Mit Wahltarifen kannst du das Krankengeld aufstocken, früher erhalten oder ersetzen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, eine private Krankentagegeld-Versicherung abzuschließen. Hierbei bestimmst du sowohl die Höhe als auch den Zahlungszeitpunkt selbst. Die Beiträge sind neben diesen Faktoren auch von deinem aktuellen Gesundheitszustand abhängig.  

Kreditrahmen

Sprich mit deiner Bank über Möglichkeiten, deine finanzielle Bewegungsfreiheit im Notfall kurzfristig zu erhöhen. Ein solider Dispokreditrahmen ist ein guter Anfang, vor allem, weil er ungenutzt nichts kostet. Ist allerdings abzusehen, dass du dich länger im Minus bewegst, sind die Zinsen eines Dispokredites zu hoch. Lass dir für solch einen Fall andere Angebote von deinen Bankberater:innen machen.  

Operativen Betrieb aufrechterhalten in der Krise – wie gelingt das?

Das liebe Geld ist die eine, das eigene Business die andere große Sorge. Habe ich später noch Kund:innen, wenn ich für unbestimmte Zeit einfach schließe? Gute und wichtige Frage.

Überlege, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, wie dein Business auch ohne dich weiterlaufen kann. Vielleicht kennst du jemanden, der etwas ähnliches macht wie du und mit dem du einen gegenseitigen Notfall-Pakt schließen kannst. So könnten wenigstens laufende Aufträge abgewickelt oder vielleicht auch zukünftige vereinbart werden.  

Klappt das nicht, solltest du (oder jemand, den du damit beauftragst) deine Kund:innen über die aktuelle Lage informieren, insbesondere darüber, was das für sie bedeutet. Ob und wenn ja, wie viel du dabei von deiner persönlichen Situation preisgeben möchtest, liegt natürlich bei dir.  

DEIN Krisen-Management finden

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit als Heilpraktikerin ist das Gespräch. Daraus ergibt sich eine gewisse Ballung an Begegnungen mit Menschen in den unterschiedlichsten Krisensituationen. Die wichtigste Erkenntnis aus diesen Begegnungen ist die, dass jede:r einen ganz eigenen Umgang entdecken und leben muss. Der einzige pauschal gültige gute Ratschlag ist also dieser: Mach dein Ding. Geh deinen eigenen Weg durch die schwere Zeit. Dein Tempo. Deine Gangart. Schau genau, was du gerade brauchst. Und wenn du es weißt, dann lass dir helfen, wo du kannst und magst. Finanziell, operativ, gesundheitlich und emotional. Kurz gesagt: Mach dein Ding – aber mach es nicht allein.

Lust auf mehr? Freue dich auf bereichernde
Inhalte für dein Business.
Lust auf mehr? Freue dich auf bereichernde Inhaltefür dein Business.
Abonniere den lexfree Newsletter
Personen gefällt dieser Beitrag.

feel free und stell uns deine Fragen!

Mehr hilfreiche Infos zu diesem Thema – gleich weiterlesen:

Mehr Infos und Inspiration zu diesem Thema – gleich weiterlesen:

Mehr Infos und Inspiration zu diesem Thema – gleich weiterlesen: