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Versicherungen – das Thema finden viele so verlockend wie eine Tüte pappweicher Kartoffelchips. Du sicher auch, oder? Natürlich sind Versicherungen erstmal nervig. Und bedeuten ja auch Kosten. Aber sie bieten halt auch Schutz und können einem echt aus der Patsche helfen. Es gibt ein paar, die sind gerade für Solo-Selbstständige extrem wichtig. Hier mal ein Überblick.

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Die Krankenversicherung.

Klar, braucht jede:r. Man kann zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) gehen oder „freiwillig“ zur gesetzlichen Krankenversicherung (kurz: GKV). Welche sinnvoller ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Wie alt du bist und wie es um deine Gesundheit steht. Außerdem, ob du Family hast oder planst und wieviel Kohle jeden Monat reinkommt. Und auch, wie du dich vorher versichert hast.

In der GKV richten sich die monatlichen Beiträge nach deinem Einkommen. Beziehungsweise später dann nach deiner Rente. In der PVK läuft das anders: Hier bleiben die Beiträge relativ konstant, egal wieviel oder wie wenig du verdienst. Allerdings: Je später man in die PKV einsteigt, desto teuer wird die Mitfahrt.

Die Krankentagegeld-Versicherung.

Apropos Fahrt: Stell dir vor, dein Mitbringsel vom Skiurlaub in Österreich wäre ein gebrochener Arm. Als „freiwillig“ gesetzlich Versicherte:r bekommst du dann sechs Wochen lang weiter Gehalt.

Und danach Krankengeld (musst du aber explizit abschließen bei deiner GKV). Als privat Versicherte:r sieht die Welt anders aus: nicht gearbeitet, keine Kohle. Die Lösung heißt Krankentagegeld- Versicherung. Sie zahlt dir das sogenannte Krankentagegeld als Einkommensersatz ab deinem ersten Krankheitstag (mit Attest vom Arzt oder von einer Ärztin). Und wenn du länger ausfällst?

Die Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung.

Jetzt war dein Skiunfall leider komplizierter als man dachte? Heißt: Krankenhaus, Reha, Zwangspause. Und danach dauert es noch eine Zeit, bis du dich beruflich umorientiert hast, weil du deinen eigentlichen Job nicht mehr schaffst. Hartes Brot, kann aber theoretisch passieren. Mit einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung regelst du genau diesen Fall. Und erhältst dauerhaft monatliche Ersatzzahlungen. Denn du solltest wissen, dass man bei Berufsunfähigkeit mit dem gesetzlichen Anspruch allein finanziell nicht wirklich über die Runden kommt. Mehr dazu hier.

Die Betriebshaftpflicht-Versicherung.

Klingt wie Slapstick, ist aber gar nicht lustig: Du machst als Fotograf:in auf dem Set einen Schritt zurück, um alles besser im Sucher zu haben und im nächsten Augenblick liegt der oder die Stylist:in unterm Scheinwerfer. Und anschließend für ’ne Woche im Krankenhaus. Oha! Gut, jetzt eine Betriebshaftpflicht-Versicherung zu haben. Denn die übernimmt die Haftung, wenn Kund:innen, Besucher:innen oder Lieferanten durch deinen „Einsatz“ zu Schaden kommen. Das beinhaltet Sach- und Personenschäden. Sicher ist sicher.

Der Berufsrechtschutz für Selbstständige.

Droht beef mit einem oder einer Auftraggeber:in, weil er oder sie nicht zahlt? Oder Ärger mit einem Lieferanten, weil er nicht liefert? Für solche Fälle und vieles mehr gibt’s die Rechtsschutzversicherung. Erschreckend: Bereits bei einem popeligen Streitwert von ein paar hundert Euro können ruckzuck 10.000 Euro Gerichts- und Anwaltskosten zusammenkommen. Und wer keinen Rechtsschutz hat, muss das aus eigener Tasche blechen. Hellhörig geworden? Hier kannst du dich noch etwas schlauer machen.

Die Rentenversicherung.

Scheint noch Lichtjahre entfernt, wird aber kommen: dein wohlverdienter Ruhestand. Tja, und der soll ja auch nett werden. Die Verantwortung dafür liegt ganz in deiner Hand: Solo-Selbstständige müssen sich selbst um ihre Rente kümmern. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die alle was für sich haben: Du bist freiwillig versichert in der Gesetzlichen Rentenversicherung. Du setzt die Basis-Rente drauf, auch „Rürup-Rente“ genannt. Du entscheidest dich für eine private Rentenversicherung wie z. B. die „Riester“-Rente oder einen Fondsparplan.

Am besten kombinierst du mehrere Rentenversicherungen miteinander. So hast du später einen größeren finanziellen Spielraum. Und wenn du früh loslegst, kommt auch schon mit kleinen Beiträgen etwas zusammen. Mehr Infos und Tippas dazu in unserem Beitrag zur Rentenversicherung.

Lieber heute als morgen.

Du siehst: Auch wenn du das Thema Versicherungen lieber auf die lange Bank schieben würdest, solltest du es besser frühzeitig angehen. Schließlich bist du dein wertvollstes Kapital. Und das solltest du schützen.

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