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Google ist aus der heutigen Zeit einfach nicht mehr wegzudenken. Daher verwenden viele Unternehmen die Suchmaschine, um ihren Service oder ihre Waren über Werbeanzeigen zu vermarkten. Hast du dich als Solo-Selbstständige:r schon gefragt, wie du Google Werbung schalten kannst, um deine Zielgruppe im Netz zu erreichen? Informiere dich hier über den grundlegenden Ablauf, um ein Marketingkonzept für Google zu erstellen.

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Wie funktioniert Werbung mit Google?

Um als Einzelunternehmer:in erfolgreich Onlinewerbung auf Google zu nutzen, solltest du am besten mit dem Programm Google Ads arbeiten.

Die Grundprinzipien bei Google Ads sind folgende:

  1. Die Werbung für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung erscheint, wenn Google Nutzer:innen bestimmte Suchbegriffe eingeben. Die Schlagworte aus der Suchanfrage sind mit Schlagworten aus der Werbung verbunden. Google Ads erkennt diese sogenannten Keywords, stellt eine Verbindung her und präsentiert die Werbung.
  2. Eine Google Werbung zu schalten, muss nicht teuer sein. Du bezahlst die Google Werbung nicht pauschal, sondern es entstehen Kosten immer erst dann, wenn Google Nutzer:innen die Werbung anklicken. Das nennt man Cost-per-Click, kurz CPC.

Kurzer Rückblick: Die Veränderungen von Google Ads

Zu Beginn beinhaltete die Suchmaschine keine Werbung. Nach und nach etablierte Google Banneranzeigen und Pay-for-Placement- bzw. Pay-per-Click-Werbemaßnahmen. Diese anfänglichen Werbestrategien wurden im Jahr 2000 zur Marketingstrategie Google AdWords vereint. Firmen oder Unternehmen konnten nun eine Google AdWords-Werbung schalten, die für die Nutzer:innen nach Relevanz und Qualität ausgespielt wurden.

Eine weitere Veränderung ergab sich zwei Jahre später. Seit 2002 gilt für Google AdWords die Bezahlmethode Pay-Per-Click. Zudem führte der Suchmaschinen-Gigant den Qualitätsfaktor ein, um Relevanz und Nutzerorientierung noch weiter zu verstärken.

Danach ergänzte Google sein Marketingkonzept mit der Google Ads-Zertifizierung, die 2005 noch Google Advertising Professional Programm hieß. Seit 2013 ist die Optimierung von geräte- und medienübergreifenden Werbekampagnen möglich.

Mit dem Rebranding von Google AdWords zu Google Ads erweiterte Google sein Konzept. Seit 2018 können Unternehmen ihre reinen Werbetexte mit Bild-, Audio- und Video-Funktionen ergänzen. Die revolutionierte Marketingplattform besteht aus unterschiedlichen Komponenten, die dabei helfen, Google Werbung zu schalten:

  • Analytics 360
  • Survey 360
  • Data Studio
  • Tag Manager 360
  • Optimize 360
  • Search Ads 360
  • Display & Video 360

Google Werbung einrichten: Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten, wie du dein Google Ads-Konto einrichten kannst. Maßgeblich dabei ist, für welche Kampagne du dich entscheidest.

1. Nach Kampagnentyp
  • Search-Kampagnen: Hierbei werden Textanzeigen in der Google Suche nach Relevanz angezeigt.
  • Display-Kampagnen: Es erscheinen Banneranzeigen im Displaynetzwerk.
  • Shopping-Kampagnen: Hier erscheinen Meldungen mit Produktinformationen.
  • Video-Kampagnen: Firmen werben für Produkte oder Services mit Videos über YouTube oder über das Displaynetzwerk.
  • App-Kampagnen: Bei der Nutzung einer App erhalten deren Nutzer:innen Werbung.
2. Nach Keywords

Damit Anzeigen und Kampagnen zu 100 Prozent mit dem Suchverhalten der Nutzer:innen kompatibel sind, verwendet man für diese Keywords. Das Keyword aus der konkreten Suchanfrage entspricht einem in der Anzeige hinterlegten Keyword. Google Ads erkennt die Keywords aus Suchanfrage und Werbung und spielt die passende Anzeige aus.

3. Nach Targeting-Optionen

Werbeaktionen lassen sich durch unterschiedliche Targeting-Optionen in eine gewisse Richtung lenken. Das Werbeumfeld, die Nutzungssituation und die Zielgruppe sind hierfür maßgebend.

4. Nach Brand und & No-Brand

Die Suchintention der Nutzer:innen entscheidet, ob es sich um eine Marke oder Nicht-Marke handelt. Ist der Markenname Teil der Suchanfrage, muss die Werbung gezielt damit zusammenhängen und diesen enthalten.

5. Nach Werbemitteln

Überlege, ob du im Suchnetzwerk mit Text- oder Bildanzeigen (Banner) werben willst. Hiernach richtet sich das Budget und die Darstellung der Werbeformen.

6. Nach Region

Lege fest, ob deine Werbekampagne national oder international durchstarten soll.

Mit welchen Anzeigenformaten kannst du Google Werbung schalten?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie du Google Anzeigen schalten kannst. Wir zeigen dir, welche Anzeigenformate es gibt.

1. Textanzeige

Hierbei handelt es sich wohl um die bekannteste Variante des Werbeformats. Google schaltet diese Anzeigen im Suchnetzwerk. Der Begriff Anzeige signalisiert, dass hier bezahlte Werbung präsentiert wird.

Es gibt 3 Formen der Textanzeigen:

  • Klassische Textanzeigen: Direkte Eingabe von Titel und Text.
  • Responsive Anzeige: Hierbei bietest du Google mehrere Möglichkeiten für die Anzeige an. Verschiedene Titel-Text-Optionen sorgen für Individualität.
  • Dynamische Anzeigen: Hier gibst du die URL der eigenen Homepage an und Google erstellt treffende Titel und Werbetexte.

2. Display-Anzeige

Wie der Name schon sagt, erscheinen diese Meldungen im Display- und nicht im Suchnetzwerk. Sie tauchen also auf Partnerseiten von Google auf. Du hast die Wahl zwischen manueller oder automatischer Anzeigenschaltung. Wenn du über die Displayanzeige Google Werbung schalten willst, kannst du den Fokus auf Keywords, Themen, Interessen oder demographische Merkmale legen.

3. Gallery Ads

Diese Annoncen bestehen aus mehreren Bildern. Die Werbung ist dann als Bildergalerie sichtbar. Google berechnet diese Form der Anzeige nach Interaktionen und nicht nach Klickpreisen. Die Gallery Ads setzen sich aus festen Komponenten zusammen:

  • Du kannst 4 bis 8 Fotos verwenden. Dazu Kurzbeschreibungen mit maximal 70 Zeichen.
  • Du darfst bis zu 3 Überschriften hinzufügen. Diese enthalten maximal 30 Zeichen.
  • Du musst die Ziel-URL integrieren.

4. Shopping-Anzeigen

Bei dieser Variante kannst du als Betreiber:in eines Webshops deine Ware präsentieren. Nutze das Merchant Center, um die Kampagne mit Produktinformationen und Bildern zu erstellen. Erforderlich sind hierfür der Titel und der Preis des Produkts sowie der Name des Geschäfts.

Tipp

Um deine Ware erfolgreich digital im Netz zu vertreiben, brauchst du vor allem einen nutzerfreundlichen Webshop. Informiere dich bei uns, wie du einfach und kostengünstig einen Onlineshop erstellen kannst.

5. Video-Anzeigen

Diese Form der Google Ads-Werbung erscheint im Displaynetzwerk. Sie sind besonders auf YouTube prominent. Video-Anzeigen lassen sich entweder unabhängig schalten oder in Ratgeber-Videos oder Vlogs integrieren.

6. Universelle App-Kampagnen

App-Kampagnen sind dann wichtig, wenn du eine App außerhalb des App-Stores vermarkten willst. Diese lassen sich auf unterschiedlichen Wegen ausspielen:

  • über das Suchfeld bei Google
  • über Google Play
  • über App Stores
  • über YouTube
  • über das Google Displaynetzwerk

Eine Anzeige bei Google schalten: Diese Kosten entstehen

Neben allen Möglichkeiten und Optionen, die Google Ads bietet, ergibt sich früher oder später die Frage, wie viel Geld du für diese Marketingmaßnahmen einplanen musst. Wenn Google Werbung schalten willst, ergeben sich Kosten für unterschiedliche Komponenten:

Kostenpunkt Nr. 1: Das Keyword

Die meisten Kosten für Google Ads entstehen durch das Keyword. Der Preis des Keywords richtet sich nach Relevanz, Wettbewerb und Häufigkeit der Suchanfragen. Ein Keyword, das Nutzer:innen häufig suchen und das offensichtlich eine wichtige Rolle spielt, kostet mehr als ein weniger relevantes Keyword.

Darüber sind auch die geografische Ausrichtung und der Standort beeinflussende Faktoren. Die Relevanz von Begriffen kann sich je nach Land oder Region unterscheiden. Themen- oder Produktspezifische Keywords, die in Deutschland sehr gefragt sind, müssen europaweit nicht zwangsweise die gleiche Bedeutsamkeit aufweisen, ganz abgesehen von sprachlichen Unterschieden. Um erfolgreich Google Werbung zu schalten, solltest du auch etwas Erfahrung im Umgang und der Auswahl von Keywords mitbringen.

Kostenpunkt Nr. 2: Die maximale Klickrate

Grundprinzip der Google Onlinewerbung ist das CPC (= Cost-per-Click).

Das bedeutet: Es fallen keine pauschalen Gebühren an, sondern du zahlst nur dann, wenn ein:e Nutzer:in deine Anzeige anklickt. Du kannst für jedes einzelne Keyword einen maximalen Klickpreis definieren.

Tipp

Du musst nicht immer die teuersten Keywords für deine Google Werbung verwenden. Auch mit günstigen Keywords lässt sich eine gute Position erreichen.

Kostenpunkt Nr. 3: Die Zielseite

Zu den beiden ersten Kosten kommt noch die Bedeutung der Zielseite (Landingpage) hinzu. Ist ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Seiteninhalt und dem Fokuskeyword deiner Anzeige erkennbar, hat das positive Auswirkungen auf den Anzeigenfaktor (wurde davor als Qualitätsfaktor bezeichnet). Google zeigt auf einer Skala von 1-10 die Relevanz und die Qualität der Werbeanzeige an.

Besonders für dich als Solo-Selbstständige:n ist es von Vorteil, dass du die Kosten für Google Ads-Kampagnen nach persönlichem Ermessen vereinbaren kannst. Dabei entscheidest du dich entweder für ein Laufzeitbudget oder ein Tagesbudget.

Option mit Laufzeitbudget

Das Marketingkonzept mit dieser Budgetvariante ist nur für eine bestimmte Laufzeit definiert. Das heißt, Google braucht das Budget für die Werbekampagne nur in diesem bestimmten Zeitraum auf. Danach werden die Anzeigen nicht mehr geschaltet.

Option mit Tagesbudget

Google schaltet die Werbemaßnahme ab dem Startzeitpunkt regelmäßig zu einem maximalen Preis von 10 Euro am Tag. Besonders für Branding-Kampagnen sind fortlaufende Kampagnen ein ideales Werkzeug oder für die Verwendung von bestimmten Keywords, wie zum Beispiel der Firmenname.

Tipp

Damit du deine Google Werbung finanzieren kannst, musst du darauf achten, dass du mit deiner Dienstleistung oder deinen Produkten genügend Geld einnimmst. Führe daher eine umfassende Preiskalkulation durch, damit all deine Kosten gedeckt sind.

Weitere wichtige Hinweise

Wenn du Google Ads-Werbung schalten willst, solltest du einige Hinweise in Bezug auf dein Google Ads-Konto beachten.

Sinnvolle Gestaltung deines Ads-Kontos

Damit du mit deinem Google Marketing auch erfolgreich bist, sollte dein Google Ads-Konto so strukturiert und detailliert wie möglich aufgebaut sein. Erstelle für jedes Produkt eine eigene Anzeigengruppe. Diese Anzeigengruppen sollten so angeordnet sein, dass sie den Suchanfragen der Zielgruppe optimal entsprechen.

Es ist eher ungünstig, zu viele Themen in eine Anzeigengruppe zu packen. Denn dann ist es schwierig, gerade im Hinblick auf Keywords, einen Schwerpunkt zu setzen. Daher ist es wichtig, die Kampagnenstrategie und Anzeigengruppen im Vorfeld sinnvoll zu planen. Folgendes brauchst du auf jeden Fall:

  • Einen Text, der zur Suchanfrage passt.
  • Eine Zielseite, die gut auf die Anzeige abgestimmt ist.
  • Elemente, die Nutzer:innen dazu bewegen, weiterzulesen oder zu kaufen/zu bestellen (= Call-to-Action).
  • Eine Lösung: User:innen sollten für das gesuchte Thema, Produkt oder den gesuchten Service auch eine Lösung erhalten.

Tracking für die eigene Webseite

Ziel deiner Werbekampagne über Google Ads ist es, Nutzer:innen zu animieren, deine Seite zu besuchen. Im besten Fall sind die Besucher:innen von deiner Dienstleistung oder deinem Produkt überzeugt und kaufen über deinen Online-Shop oder buchen deinen Service. Die Umwandlung von Besucher:innen zu Kund:innen nennt man Conversion. Tracking ist auch dann wichtig, wenn du Google Ads-Werbung schaltest, aber sich der gewünschte Umsatz nicht einstellt. Mit Tracking lässt sich das Suchverhalten der Nutzer:innen analysieren:

  • Welche Keywords waren für die Nutzer:innen interessant?
  • Welche Suchanfragen haben sie eingegeben?
  • Auf welchem Gerät haben sie die Suche gestartet?

Es gibt einige Tracking-Einstellungen, damit sich die Hintergründe der Conversion nachverfolgen lassen:

1. Webseite:
Es sind alle Aktionen nachvollziehbar, die sich auf der Webseite ereignet haben.

2. App:
App-Betreiber können Vorgänge rekapitulieren – von der Installation über die Interaktion bis hin zur Deinstallation.

3. Anrufe:
Über Tracking lassen sich Anrufe nachzeichnen, die aus einer Google Ad resultieren.

4. Erfolgreiche Conversion:
Es lässt sich nachverfolgen, welche Umsätze oder Microconversions tatsächlich erfolgreich waren. Es gibt unterschiedliche Arten der Conversion:

  • Ziel ist eine Registrierung auf der Webseite.
  • Erst der Kaufabschluss gilt als Conversion.
  • Bei einer Newsletter-Anmeldung ist die Umwandlung erfolgreich.
  • Für eine Conversion müssen Kund:innen möglichst ein Produkt herunterladen.
Tipp

Nutze die Möglichkeit, eine Verknüpfung mit Google Analytics herzustellen. Dieses Tool ist hilfreich, wenn du gute Auswertungen erhalten willst. Du kannst damit zum Beispiel nachverfolgen, ob Besucher:innen eingekauft oder einen Newsletter abonniert haben.

Google Ads-Konto mit Google Maps verbinden

Für Solo-Selbstständige, die in ihren Büroräumen Kund:innen empfangen, bietet es sich an, Google Maps-Werbung zu schalten. So erscheinen Ladenräume oder Büro auf Google Maps. Interessent:innen, die über Google nach einer bestimmten Dienstleistung oder Produkt suchen, erhalten neben den Textanzeigen auch eine Karte, worauf deren Standort markiert ist und zudem die Position auf der Karte, wo sich das gesuchte Büro oder der gewünschte Laden befindet.

Google Maps-Werbung steigert die Sichtbarkeit innerhalb der Suchmaschine, so dass du dich zusätzlich von anderen Wettbewerber:innen absetzt.

Google AdSense-Werbung schalten

Bei der Funktion Google AdSense handelt es sich um ein Werbenetzwerk, mit dem die Möglichkeiten erweitert werden sollen, auf dem digitalen Markt Werbung zu präsentieren.

Du kannst dabei als Webseitenbetreiber:in Google Werbung auf deiner Homepage anzeigen lassen.

Durch den Verkauf von Werbefläche kannst du dann als Besitzer:in einer Webseite deinen Umsatz steigern. Dabei funktioniert die Vergabe von Werbefläche wie bei einer Auktion. Wer den höchsten Preis für die Anzeigemöglichkeit bietet, erhält den Zuschlag.

Zusammenfassung

Google Werbung schalten zusammengefasst

  • Mit Google Ads kannst du digitale Werbeanzeigen schalten.
  • Bei der Erstellung und Gliederung des Google Kontos musst du dich für eine Kampagnen-Version entscheiden.
  • Wichtig ist zudem, in welchem Anzeigenformat deine Ads erscheinen sollen.
  • Keyword, Klickrate und Zielseite sind entscheidend für die Kosten, wenn du Google Werbung schalten willst. Zudem lässt sich zwischen Tagesbudget und Laufzeitbudget unterscheiden.
  • Gute Planung ist das A und O: Überlege dir eine sinnvolle Struktur für dein Google Ads-Konto.
  • Die Einbeziehung von Google Maps steigert die Sichtbarkeit.
  • Auf anderen Webseiten kann man mit AdSense ebenfalls Google Werbung schalten. Oder du bietest deine eigene Webseite als Werbeplattform an.
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