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Foto: Timothy Hales Benett (Unsplash)

Social Media kann für Solo-Selbstständige eine spannende Möglichkeit sein, um mit Interessent:innen und potenziellen Kund:innen zu interagieren. Wir stellen euch die sechs interessantesten Plattformen vor. Facebook ist der Dinosaurier unter den Netzwerken – und es lohnt sich noch immer, dort präsent zu sein.

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Facebook Marketing: Darum geht’s

Als Mark Zuckerberg im Jahr 2004 beschloss, die Welt zu vernetzen und Facebook gründete, konnte er noch nicht ahnen, dass heutzutage 1,8 Milliarden Menschen diese Plattform täglich nutzen. 305 Millionen Menschen sind es allein in Europa. Die Nutzer:innenzahlen für Deutschland werden nicht mehr kommuniziert, im Jahr 2019 waren es mehr als 32 Millionen pro Monat. Schon allein diese Zahlen legen nahe, dass du dieses Netzwerk nicht ignorieren solltest. Es bietet dir zahlreiche kostenfreie und kostenpflichtige Möglichkeiten, dein Business einem großen Publikum zu präsentieren.

Facebook Zielgruppen: Welche Leute erreichst du?

Laut dem Social-Media-Atlas 2021 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna verwenden sechs von zehn Internet-Nutzern ab 16 Jahren in Deutschland Facebook. Teenager jedoch nutzen die Plattform immer seltener. Nur noch 32 Prozent der 16- bis 19-Jährigen sind auf Facebook aktiv. Auch der Anteil der Twens sinkt und beträgt demnach aktuell rund 68 Prozent. Somit wird deutlich: Facebook ist ein Ü30-Netzwerk. Drei von vier Nutzer:innen (75%) sind der Studie zufolge zwischen 30 und 39 Jahre alt. Bei den zwischen 40- und 59-Jährigen liegt der Anteil bei über 60 Prozent. Ebenso sind Unternehmen aller Branchen auf Facebook vertreten, die Plattform ist also auch für B2B-Geschäftsmodelle gut geeignet.

Mit der richtigen Facebook Strategie zum Erfolg

Kern deiner Facebook Marketing Strategie sollte eine Unternehmensseite sein, die du auf Facebook einrichten kannst. Dazu musst du zunächst als Privatperson auf der Plattform registriert sein. Diesem privaten Profil fügst du eine Unternehmensseite hinzu. Dort kannst du dann Informationen zu deinem Schaffen hinterlegen und ein aussagekräftiges Profilfoto (zum Beispiel ein Firmenlogo) sowie ein imposantes Hintergrundbild hochladen. Vieles kannst du auch von den „Großen“ lernen und dich inspirieren lassen. So sind zum Beispiel das E-Commerce-Unternehmen Otto, der Industriekonzern Krones oder Nutella auf Facebook sehr aktiv und zeigen, wie man erfolgreich mit Followern interagiert.

Erste Aufmerksamkeit für deine Seite erzielst du, wenn du deine bestehenden Facebook-Freund:innen dazu einlädst, deine Seite zu liken. Füge unbedingt auch einen  „Abonnieren“-Button hinzu, damit Interessent:innen deine Seite leichter abonnieren können. Diese Features sind direkt auf der Startseite deiner Seiteneinstellung verfügbar. Zu einer wirksamen Facebook-Strategie gehört es auch, regelmäßig Inhalte zu posten, idealerweise täglich, mindestens mehrmals wöchentlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen stehen dir dafür viele Formate zur Verfügung: Du kannst spannende und informative Texte ebenso posten wie emotionale Bilder oder kurze Videos. Mit Branchen-Insights, Neuigkeiten zu deinen Produkten und Dienstleistungen oder Informationen zu bevorstehenden Events kannst du das Interesse und die Interaktion mit deinen Interessent:innen aufrechterhalten.

In jedem Fall müssen deine Posts deiner Community einen Mehrwert bieten oder sie zumindest gut unterhalten. Nur so hast du eine Chance, mit ihnen ins Gespräch zu kommen – beispielsweise über Kommentare oder Direktnachrichten. Fordere deine Fans auch dazu auf, Beiträge zu liken, zu kommentieren und zu teilen, damit Interaktionen in Gang kommen. Außerdem solltest du sie dazu einladen, deiner Unternehmensseite zu folgen und in Gruppen aktiv werden. Falls du im B2B-Business aktiv bist, empfiehlt es sich, den Unternehmensseiten deiner potenziellen Kund:innen zu folgen und mit ihnen zu interagieren.

Aber Achtung: Vergiss bei deinen Facebook-Aktivitäten nie, so oft wie möglich auf deine Website zu verweisen, denn sie sollte die Basis aller deiner Online-Aktivitäten sein. Dort kannst du den Traffic und die Nachfrage aus allen Social-Kanälen bündeln und in die richtigen Bahnen lenken. Um Follower zu generieren, solltest du überall auf deine Facebook-Unternehmensseite aufmerksam machen – von der E-Mail-Signatur über deine Website bis hin zu Querverweisen in anderen sozialen Netzwerken.

Lohnt sich das?

Du musst keine groß angelegte Facebook-Kampagne starten. Zwei bis drei Mal pro Woche je 15 Minuten Zeitaufwand genügen, um mit relevanten Posts und Interaktionen dein Unternehmen bekannter zu machen. Der Initialaufwand ist gering und ein Redaktionsplan hilfreich. Darin kannst du beispielsweise die Veröffentlichung zeitloser Themen schon im Voraus planen. Fünf Minuten posten, fünf Minuten interagieren, fünf Minuten planen – dieser Aufwand kann sich lohnen. Die auf diese Weise generierten Follower kannst du über Direktnachrichten ansprechen und in andere Kanäle überführen.

Mehr Reichweite und besseres Branding – mit Facebook Werbung

Wenn du deine Seite und deine Inhalte besonders schnell bekannt machen möchtest, stehen dir auf Facebook vielfältige Werbemöglichkeiten zur Verfügung. Die kostenpflichtigen „Page Likes Ads“ werden beispielsweise Personen angezeigt, die höchstwahrscheinlich Interesse an deinen Inhalten oder deinem Business haben. Je nach Ziel, Zielgruppe und Werbebudget können viele weitere, höchst unterschiedliche Anzeigen geschaltet werden. Da auch Instagram zu Facebook gehört, sind Synergien möglich. So kannst du auswählen, ob deine Anzeigen nur bei Facebook oder automatisch auch bei Instagram erscheinen sollen. Die Anzeigenplatzierung basiert auf einem Auktionssystem, abgerechnet wird auf Basis der Klicks oder der Werbeeinblendungen. Kontrollieren kannst du deine Ausgaben, indem du ein Tages- und ein Gesamtbudget angibst.

Vorteile und Nachteile von Facebook – ein Fazit

Facebook eignet sich sehr gut, um Ü30-Zielgruppen anzusprechen. Unternehmen aller Branchen sind hier ebenfalls vertreten, somit kannst du auch B2B-Ziele erreichen. Der Initialaufwand ist gering, der kontinuierliche Aufwand hält sich in Grenzen. Auf Facebook kannst du so posten, wie es dir am besten passt: mit kurzen Texten, Bildern oder Videos. Fotos müssen nicht inszeniert werden, Videos können auch ohne Studio und Beleuchtung mit dem Smartphone gefilmt werden. Die Nutzer:innenführung ist wegen der ständig steigenden Zahl an Funktionen mitunter etwas unübersichtlich. Auch solltest du mehrmals wöchentlich 15 Minuten für das Portal einplanen, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Wenn du dein Facebook Marketing noch stärker professionalisieren möchtest, kannst du dafür die vielzähligen Werbemöglichkeiten auf der Plattform nutzen.

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