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Corporate Branding, Social Branding, E-Branding – das Thema Branding hat viele Facetten. Aber es gibt keine ultimative Definition. Hier erfährst du, warum auch Solo-Selbständige und Freiberufler:innen eine Branding-Strategie benötigen und was Branding Management beinhaltet.

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Was ist Branding und wie hilft es deinem Unternehmen?

Branding ist ein Prozess, mit dem du die Wahrnehmung deiner Neu- und Bestandskund:innen, Vertriebspartner:innen und Investor:innen für deine Produkte bzw. Dienstleistungen sowie für dein Unternehmen aktiv beeinflusst und in deinem Sinne lenkst.

Gegenstand des Branding ist dabei die Marke (auch Brand genannt) in ihren verschiedenen Erscheinungsformen:

  • Produktmarke: z. B. iPhone als Produkt bzw. Produktfamilie
  • Herstellermarke: z. B. Apple als Hersteller von iOS- und MacOS-Geräten (also von bestimmten Smartphones und Mac-Computern bzw. -Laptops) oder als Betreiber des Apple AppStores usw.
  • Unternehmensmarke: z. B. Apple als Konzern, der bei Investor:innen bzw. Aktionär:innen wahrgenommen werden möchte
  • Arbeitgebermarke: z. B. Apple als moderner Arbeitgeber, der innovative Arbeitsformen und -modelle bietet, seine Mitarbeiter:innen in besonderer Weise fördert und daher attraktiv für Bewerber:innen ist.

Die Arbeitgebermarke ist für dich nicht ineteressant, solange du als Solo-Selbstständige:r tätig bist, also keine Angestellte hast.

Tipp

Wobei dir Branding genau hilft, hängt also vom konkreten Zweck ab, den du mit dem Branding Marketing verfolgst. In jedem Fall verhilft dir ein erfolgreich umgesetztes Branding-Konzept zu mehr Attraktivität und größerer Außenwahrnehmung bzw. Reichweite und steigert damit deinen Firmenwert.

Was ist der Unterschied zwischen Marke, Branding und Markenidentität?

Es ist zu unterscheiden zwischen:

Begriff
Bedeutung
Branding
Oberbegriff für alle Maßnahmen, die zur Steigerung des Wertes der Marke beitragen
Marke (Brand)
Wahrnehmung des Produkts, der Dienstleistung oder des Unternehmens durch Dritte, etwa durch das Produkt- oder Firmenlogo (z. B. Telekom Unternehmenslogo), den Claim (z. B. Telekom Claim „Erleben, was verbindet“), den Unternehmensnamen (z. B. Deutsche Telekom AG)
Markenidentität (Brand Identity)
Selbstbild der Marke, also welches Image die Marke besitzt (z. B. aufgrund von USPs bzw. Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmalen im Vergleich zu anderen Marken)

Welchen Nutzen hat Branding für dein Unternehmen?

Durch Branding kannst du deine Wahrnehmung gestalten und positiv beeinflussen als

  • Anbieter:in eines Produktes oder einer Dienstleistung: Zweck ist hier die Kundenakquise und Absicherung des Bestandskundengeschäfts.
  • Hersteller:in eines Produkts oder einer Dienstleistung: Zweck ist hier die Stärkung von Vertriebspartnerschaften.
  • Unternehmen: Zweck ist hier die Attraktivitätssteigerung in der Wahrnehmung von Investor:innen.

All das zahlt letztlich auf die Steigerung deines Unternehmenswertes ein.

Welche Ziele werden mit Branding verfolgt?

Durch Branding kannst du verschiedene Ziele verfolgen, beispielsweise:

Erhöhung der Authentizität
Wenn du neue und vor allem junge Zielgruppen erschließen willst, ist Authentizität ein wichtiger Faktor und durch ein entsprechendes Branding-Konzept kannst du sie aufbauen bzw. steigern.

Steigerung des Wiedererkennungswertes
Wenn du viele Mitwettbewerber:innen hast, solltest du durch gezielte Branding-Kampagnen den Wiedererkennungswert deiner Produktmarke erhöhen.

Reichweitensteigerung
Wenn du dein Startup gerade erst gegründet hast, ist dein Produkt, deine Dienstleistung oder dein Unternehmen vielleicht noch nicht so bekannt. Durch Social Branding oder E-Branding kannst du gezielt Reichweite auf- bzw. deine vorhandene Reichweite ausbauen.

Branding – Was macht eine Marke erfolgreich?

Erfolgreiche Marken:

  • besitzen einen deutlichen Markenkern: Sie heben sich von anderen Marken ab und sind also einfach unterscheidbar.
  • sind authentisch: Sie geben nicht etwas vor, das sie nicht sind, und wirken nicht künstlich.
  • sind glaubwürdig und konsistent: Sie machen keine Versprechen, die sie nicht halten, und sind nicht verwässert oder inhaltlich inkonsistent.
  • sind kommunikationsstark: Sie verkünden klare, starke Botschaften mit hohem Nutz- oder Wiedererkennungswert und erzeugen eine emotionale Bindung.
  • pflegen ihr Image: Sie sind aber nicht das, was sie selbst über ihre Marke erzählen, sondern, was über sie erzählt wird – nämlich von ihren Kund:innen (z. B. in Produktbewertungen auf Bewertungsportalen oder sozialen Netzwerken).

Branding – Wie kannst du dir als Solo-Selbstständige:r eine eigene Marke schaffen?

Um deine Produkte, Dienstleistungen oder dein Unternehmen als Marke zu positionieren, brauchst du einen einzigartigen Wiedererkennungswert. Diesen kommunizierst du beispielsweise durch:

  • deinen Webauftritt (deine Internet-Präsenz)
  • deine Offline-Kommunikation, z. B. Image-Flyer
  • deine Online-Kommunikation in Newslettern, sozialen Netzwerken usw.
  • dein branchenspezifisches Know-how in digitalen oder gedruckten Fachpublikationen, Whitepapern, auf Fachmessen und Kongressen.
  • dein kundenspezifisches Know-how, indem du Kunden-Events online oder im wirklichen Leben veranstaltest, z. B. Erfahrungsaustausch durch Experten-Talk und Vernetzung deiner Kund:innen untereinander ermöglichst (was sich besonders empfiehlt, wenn du erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen anbietest).
Tipp

Nutze jede Möglichkeit, um deine Zielgruppe durch deine Fachkompetenz zu überzeugen und setzte alle Marketing-Instrumente ein.

Welche Online Marketing-Kanäle eignen sich für Branding-Kampagnen?

Das hängt von den Gepflogenheiten deiner Zielgruppe bzw. Branche ab.

Info

Hier zwei Beispiele:

1. Als seriöse:r Steuerberater:in ist es eher nicht angebracht, schrille Kampagnen in sozialen Netzwerken zu schalten. Das bedeutet jedoch nicht, nur ein statisches Profil auf Facebook & Co zu haben, sondern umfasst durchaus aktive Maßnahmen, die seriös daherkommen. Denn gerade in sozialen Netzwerken wird Rat und echte Hilfe geschätzt. Wer sich durch Fachkompetenz und Seriosität positionieren kann, punktet.

2. Anders verhält es sich bei einem oder einer Webdesigner:in, der oder die Webseiten erstellt: Er oder sie kann, ja sollte sogar, auffällige, spritzige und schrille Kampagnen schalten.

Es hängt also immer vom konkreten Zweck des Brandings ab, in welchen Kanälen und in welcher Form und Tonalität Branding-Kampagnen zielführend eingesetzt werden können.

Ob nur visuelles oder auch Audio oder Sound Branding zum Einsatz kommt, hängt ebenfalls von den Gepflogenheiten in deiner Branche bzw. deinen Zielgruppen ab:  Visuelles Branding ist die Königsdisziplin, die du beherrschen musst – von der Internet-Präsenz und deinem Webauftritt über Newsletter, Flyer bis zum Whitepaper in gedruckter oder digitaler Form: Eine ansprechende visuelle Gestaltung ist ein Must Have.

Audio Branding in Form eines Podcasts empfiehlt sich, wenn sich das Medium Podcast für deine Botschaft eignet. Gleiches gilt für Sound Branding. Analysiere also genau, was das Richtige für dich und dein Vorhaben ist – Branding Agenturen können dich dabei unterstützen.

Zusammenfassung

Branding zusammengefasst

  • Branding ist ein Prozess, der deine Marke stärker macht.
  • Durch gezielte Maßnahmen steigerst du das Image deiner Produkte, den Ruf deines Unternehmens sowie die Reichweite für deine Produkte oder Dienstleistungen.
  • Du brauchst ein Konzept, damit dein Branding Marketing erfolgreich ist.
  • Gezielte Branding Kampagnen zahlen auf deinen Unternehmenswert ein.
  • Branding hat immer wieder neue Trends, die spezialisierte Branding Agenturen kennen und dich beraten können.
  • Ziehe auch Audio- und Sound Branding in Erwägung, wenn sie zur Stärkung deiner Marke sinnvoll sind.
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