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Foto: Kate Hliznitsova (Unsplash)

Zu viel zu tun, zu wenig Lust, komische:r Kund:in – manchmal möchte man einen Auftrag einfach nur schreiend ablehnen. Und genau das sollte man dann auch tun. Allerdings ohne das Geschrei, verärgerte Kund:innen und schlechten Ruf im Anschluss. Und damit auch ohne die Sorge, nie wieder irgendeinen anderen Auftrag angeboten zu bekommen. Genau genommen kannst du mit einer guten Absage sogar neue Kund:innen gewinnen.

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Warum sollte ich einen Auftrag ablehnen?

Keine Zeit

Du bist überladen mit Aufträgen und weißt nicht mehr, wo dir der Kopf steht. Ein weiterer Auftrag würde für dich reichlich Stress und jede Menge Nachtschichten bedeuten. Und für deine:n Kund:in wahrscheinlich ein Ergebnis minderer Qualität.

Keine Ahnung

Die Anforderungen des Auftrages verfehlen oder übersteigen deine Kenntnisse oder Möglichkeiten. Oder anders: Das, was du tun sollst, ist einfach nicht dein Ding. Hier sind Überforderung und Lustlosigkeit vorprogrammiert. Oder Schlimmeres.

Keinen Draht

Der oder die Kund:in spricht einfach nicht deine Sprache. Unklarheiten, Missverständnisse und die Gewissheit, hinsichtlich Zusammenarbeit oder Qualitätsempfinden nicht auf der gleichen Wellenlänge zu funken. Oder auch ganz banal: Man mag sich nicht.

Kein Wertekonsens

Kaum kennengelernt und schon im Preis gedrückt? Das wird nicht gutgehen. Manchmal sind die Auffassungen vom Wert bestimmter Leistungen einfach zu unterschiedlich. Das ändert sich meist auch nach Jahren (anstrengender) Zusammenarbeit nicht.

Kein gutes Gefühl

Dein Bauch sagt nein? Dann tu du es auch. Unsere Intuition weiß es meist besser als unsere hochgelobte Logik. Wenn du also ein komisches Gefühl bei der Sache hast oder plötzlich und überraschend „null Bock“ auf den Job, dann lass es lieber.

Nein ohne verbrannte Erde

Die Welt ist ein Dorf. Das gilt erst recht für bestimmte Branchen. Du möchtest mit deiner Absage also niemanden verärgern oder im Regen stehen lassen. Denn das könnte deinem guten Ruf nachhaltig schaden. Außerdem willst du ja vielleicht nur diesen einen Auftrag ablehnen und nicht gleich den oder die ganze:n Kund:in. Das Ziel lautet also: freundlich, aber klar absagen und im Guten auseinandergehen. Das geht so:

  • Sei höflich
    Eigentlich ein Selbstgänger, aber ich will es dennoch erwähnen. Sicherheitshalber. Bedanke dich für die Anfrage, informiere den oder die Kund:in über deinen Absagegrund und wünsche alles Gute. Formuliere möglichst positiv.
  • Sei authentisch
    Steife Absagefloskeln, wo sonst lockere E-Mails hin und her flogen, stoßen komisch auf. Bleib dir treu. Das gleiche gilt für die Art der Kommunikation, die du vielleicht schon mit dem oder der Kund:in etabliert hast.
  • Sei hilfreich
    Du möchtest den Job nicht machen. Aber vielleicht kannst du jemanden empfehlen. Oder du bietest dich für einen späteren (konkreten) Zeitpunkt an. Gibt dem oder der Kund:in das Gefühl, zwar „abgewiesen“, bei dir aber dennoch gut beraten zu sein. Das kommt gut an und spricht sich noch besser rum!
Tipp

Zusammenarbeit = Katastrophe?

Du willst einen Auftrag absagen, weil die Arbeit mit dem oder der Kund:in immer wieder desaströs ist? Denk daran: Zusammenarbeit ist etwas, das man gemeinsam gestaltet. Versuche das, bevor du ihn oder sie in die Wüste schickst. Mach klare Ansagen, wie du es gern hättest. Und schau, ob es dann besser klappt.

Nein – aus Freude am Ja

Ich will sicher niemanden anstiften, möglichst viele Aufträge abzulehnen. Aber ich möchte dich unbedingt ermutigen, das Nein als gleichwertige Option in deinen geschäftlichen Sprachschatz aufzunehmen. Denn nur wenn du die „falschen“ Jobs ablehnst, hast du genügend Zeit und Kapazität für die „richtigen“. Für die, die richtig Spaß machen, angemessenes Geld einbringen und fröhlich locker von der Hand gehen. Und genau damit wollen wir uns doch alle den Kalender füllen, oder?

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