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In Pyjamahose am Schreibtisch sitzen, zwischendurch schnell den Abwasch erledigen (und die Wäsche machen und durchsaugen und und und) oder – weil‘s ja auch irgendwie so gemütlich ist – bis in die Puppen arbeiten. Immerhin hat man schon mit dem Laptop auf die Couch gewechselt und das Pseudo-Feierabendprogramm eingeläutet. Parallel zu Netflix läuft im Kopf die Arbeitsmaschine weiter.

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Wie du mit kleinen Veränderungen das Beste aus deinem Homeoffice rausholst

Bis in den (schlechten) Schlaf und zum zerknirschten Aufwachen. Aus dem Bett kommen? Kaum machbar. Und wenn doch, dann nicht gerade in Topform.

So ist Homeoffice weder schön, noch gesund und ganz sicher ganz weit von effizient und langfristig erfolgreich entfernt. Das geht anders. Sogar einfacher, als du vielleicht denkst.

Kontinuität

Ein guter Start ist die halbe Miete. Und Kontinuität ist ein guter Start. Soll heißen: Steh jeden Tag zur gleichen Zeit auf. Starte auch deine Arbeit jeden Tag pünktlich zu einer bestimmten Uhrzeit. Das spart schon mal ordentlich Kraft, die du sonst an die allmorgendliche Diskussion mit deinem inneren Schweinehund verschwendet hättest. Außerdem freut sich dein Biorhythmus, der dir zum Dank nach kurzer Zeit mehr Energie für den Tag bescheren wird. Jeden Tag.

Dresscode

Es spricht nichts gegen gemütliche Kleidung bei der Arbeit. Wenn du relaxed sein und in Ruhe deine Aufgaben erledigen willst, geht das im Jogger prima. In wichtigen Kundengesprächen sorgt so ein durchgelegener Knitter-Pyjama hingegen nicht gerade für ein selbstbewusstes Standing. Finde das für dich richtige Maß an täglichem Dresscode. Und halt dich dran.

afk oder afh

Die wohl härteste Nuss in puncto Homeoffice heißt 24/7-Verfügbarkeit. Wenn du alleine lebst, bezieht sich die Verfügbarkeitsfalle „nur“ auf dein Office. Lebst du mit Partner:in und/oder Kind(ern) zusammen, wird’s noch komplizierter. Schließlich bist du ja den ganzen Tag zu Hause. Logisch, dass man dich regelmäßig „nur ganz kurz“ stört und „mal eben“ um etwas bittet. Hier helfen klare Regeln und Konsequenz.

Sagen wir, dein Arbeitstag beginnt jeden Morgen um 8 Uhr. Du bist also ab sofort montags bis freitags ab 8 Uhr „afh“, away from home. Ansprechen ist ab jetzt nur erlaubt, wenn es brennt. Zum Beispiel. Kindern hilft hier oft ein optischer Anker. Das kann ein Schild an deiner Bürotür sein oder auch ein bestimmtes Kleidungsstück. Zur Mittagspause und zum Feierabend setzt du deinen inneren Status auf „afk", away from keyboard. Für alle Belange deines Jobs bist du jetzt nicht erreichbar. Lass deine Familie wissen, dass du nun wieder zu Hause bist. Mit ein bisschen Übung funktioniert dieses Prinzip ganz prima und kann maßgeblich zu einem harmonischen Haussegen beitragen. Und zu weniger Stress und Anspannung in deinem Arbeitsalltag.

Pausenzeit

Plane Pausen ein, in denen du zum Beispiel private Mails checken oder einfach aus dem Fenster träumen kannst. Am besten mit Wecker, damit du die paar Minuten nicht damit verbringst, ständig auf die Uhr zu schauen. Und wenn die Zeit für den Feierabend gekommen ist – mach Feierabend. Aber richtig.

Feierabend lernen

Ja, die meisten Solo-Selbstständigen und Freelancer:innen müssen es erst lernen: Feierabend machen. Schließlich gibt es immer noch etwas zu tun. Definiere dein Feierabend-Ziel für jeden Tag ganz genau, um gar nicht erst in diese Endlosschleife einzusteigen. Ein Ziel könnte eine Uhrzeit sein, zu der du den sprichwörtlichen Stift fallen lässt. Oder du setzt dir täglich realistische (!) Leistungsziele. Hast du die geplanten Aufgaben erledigt, hast du Feierabend. Ob das nun erst am Abend ist oder schon früher. Sorge dafür, dass du weißt, wann du dein Tagwerk erledigt hast.

Abstand gewinnen

Menschen sind Gewohnheitstiere. Nutze das. Gewöhne dich daran, dass bestimmte Tätigkeiten in die Entspannung führen. Tätigkeiten, die du wie ein kleines Ritual tagtäglich ausführst. Das könnte so aussehen:

  • Plane am Ende eines Tages den nächsten Arbeitstag und definiere deine wichtigsten Aufgaben.
  • Räume deinen Schreibtisch auf.
  • Schalte deinen Rechner aus oder schließe sämtliche Arbeitsprogramme.
  • Lüfte einmal durch und verabschiede dich innerlich, wie du dich von Kolleg:innen verabschieden würdest.
  • Geh einmal richtig raus. Spazieren oder zum Sport. Diese Übergangstätigkeit symbolisiert das Ende der Arbeit und den Beginn deiner freien Zeit.

Verabschiede dich von deinen schlechten Homeoffice-Gewohnheiten und committe dich stattdessen zu ein paar neuen Habbits, die dich täglich weiterbringen. Tschüss Fluch, hallo Segen – wie gesagt, es ist einfacher, als du vielleicht gedacht hast.

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