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Achtsamkeit – so ein kleines Wort im Vergleich dazu, wie groß(artig) der Inhalt ist. Aber was ist das eigentlich genau? Und warum reden alle immerzu davon? Versteh dies als eine liebevolle und gänzlich stressfreie Einladung für ein kurzes, unverbindliches Kennenlernen. Nur du und die Achtsamkeit. Wie wär’s?

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Kurzprofil der Achtsamkeit

In aller Kürze könnte man sagen: Achtsamkeit ist die Kunst, wirklich im Moment zu sein. Sich wertfrei (!) die eigene Situation zu vergegenwärtigen – ohne daran etwas ändern zu wollen. Das funktioniert von einer rein beobachtenden Position. Es ist also nicht gut oder schlecht, sondern blau, warm, nah, eng, flüssig oder wie es eben auch immer gerade ist. Das gleiche gilt für Gefühle. Die Selbstbeobachtung soll nicht zu einer Bewertung führen, sondern zu einer bewussten, wertfreien Wahrnehmung.

Was ist so toll am „Jetzt“?

Wer die Fähigkeit entwickelt, sich selbst und die aktuelle Situation bewusst wahrzunehmen, stoppt damit das negative Gedankenkarussell, das sich ansonsten ganz automatisch losdreht. Zum Beispiel in akuten Stresssituationen. So bleibst du auch unter hohem Anforderungsdruck handlungsfähig.

Die wertfreie Betrachtung ermöglicht darüber hinaus das Erkennen eigener Muster. Achtsamkeit hilft also auch dabei, sich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen – und ungesunde Verhaltensweisen abzulegen.

Plus: Wer im Moment ist, kann nicht in der Zukunft oder der Vergangenheit sein. In der Zukunft, wo man sich so viele Sorgen und Gedanken um Eventualitäten macht. Oder in der Vergangenheit, wo man längst gewesenen Dingen, Menschen, Situationen hinterherhängt und dabei das Jetzt verpasst. Aber das wichtigste Argument: Man kann nur im Jetzt glücklich sein. Das geht weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.

Achtsam werden

Beobachte dich mal im Verlauf eines ganz gewöhnlichen Tages. Wie viele Gedanken widmest du vergangenen Tagen? Wie viele Sorgen machst du dir um zukünftige Dinge? Wie oft bist du wirklich und mit allen Sinnen im Jetzt? Und wenn es so ist, wie oft betrachtest du dich und alles andere wertfrei? Wenn du nicht gerade Zen Mönch oder Bhakti Yogi bist, wirst du dich mit deinen Gedanken überwiegend anderswo wiederfinden, als im neutralen Jetzt. Vielleicht weißt du nicht einmal genau, wie das eigentlich gehen soll.

Übung: Kaffee (oder Tee) trinken

Probiere es doch mal mit einer achtsamen Tasse Kaffee oder Tee. Also mit etwas, das du sowieso jeden Tag tust. Nur dass es achtsam etwas ganz anderes ist. Überzeug dich selbst.

Mache deinen Kaffee/Tee für die kommenden Minuten zum absoluten Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit. Versuche ihn mit allen Sinnen zu erfassen. Wie klingt das Eingießen in die Tasse? Wie riecht der aufsteigende Dampf? Welche Farbe hat die Flüssigkeit? Wie fühlt es sich an, wenn die Tasse deine Lippen berührt? Wie schmeckt der Kaffee/Tee an der Zungenspitze, im ganzen Mundraum oder kurz vor dem Schlucken? Lasse nicht mal das kleinste Detail an deinem Kaffee/Tee-Moment unerlebt.

Ergebnis-Check

Und, wie war das Erlebnis? Wie fühlst du dich dabei und danach und wie laut oder leise, hell oder düster sind deine Gedanken? Anders als sonst? Vielleicht geht es dir ja wie so vielen anderen Menschen und du stellst fest, was für einen positiven Effekt schon ein wenig Achtsamkeit im Alltag haben kann. Dann würde ich vorschlagen: weitermachen. Und zwar ohne Umschweife und so oft wie nur möglich.

Diese kleine Übung lässt sich übrigens auch prima beim Duschen oder Zähneputzen durchführen oder auch beim einfachen Genuss einer klitzekleinen Erdbeere. Sei ruhig kreativ. Am besten funktioniert das Ganze nämlich, wenn du reichlich Spaß dabei hast.

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